Spielort

Caritas Altenwohnanlage
Haus St. Monika

Seeadlerstraße 7

70378 Stuttgart-Neugereut

 

Rupert-Mayer-Saal (1. OG)
Zugang über Haupteingang St. Monika (EG)
oder barrierefrei über den Fußweg zur Jörg-Ratgeb-Schule

»Kleine Morde erhalten die Erbschaft«
»Kleine Morde erhalten die Erbschaft«

Archiv Presse 2012

Stuttgarter Nachrichten

Bericht vom 12.10.2012

 

Hier senn se richtig

Der Regisseur schreitet im Brustpanzer à la Gladiator über die Bühne und der Vereinsvorsitzende trägt Toga: Es ist wieder Theaterzeit in Neugereut und die männlichen Rollen müssen dieses Mal schmerzfrei in Sachen Kostümierung sein.

 

Gerade eröffnete der schwäbische Schwank „Hier senn se richtig“ von Marc Camoletti unter der Leitung von Jürgen Massenberg die neue Saison.

Freudige Erwartung im Rupert-Mayer-Saal des Hauses St. Monika: Die Generalprobe einer jeden neuen Saison findet traditionell vor Menschen mit Behinderungen statt und der Dreiakter verspricht ein anspielungsreicher Spaß zu werden. Denn die Lage ist folgende: Eine Schauspielerin (Ruth Steininger), ihr Dienstmädchen (Dorothea Gruber), eine Pianistin (Evelyn Lingen) und eine Malerin (Diana Schneider) teilen sich eine Wohnung. Per Zeitungsannonce sucht jede etwas anderes: Einen Nachmieter (Berthold Guth), einen Ehemann (Stefan Gruber), einen Klavierschüler (Klaus Amann) und ein Spartakus-taugliches Aktmodell (Jürgen Massenberg). Bewerber gibt es durchaus, sie landen nur nicht im richtigen Vorstellungsgespräch.

„Gestatten, Spartakus“ dient also Regisseur Jürgen Massenberg in Person seine Dienste als Aktmodell an. Er präsentiert sogleich die entblößten Füße, denn das war in der Anzeige ausdrücklich verlangt. Und er würde sich auch sofort weiter enthüllen, gar kein Problem. Dumm nur, dass er nicht der Malerin, sondern der geschockten Klavierlehrerin gegenübersitzt: „Soll ich Ihnen meine Bauchmuskeln zeigen“, fragt er eifrig und die Zuschauer jubeln.

Dabei ist es für Massenberg keine leichte Aufgabe, gleichzeitig Regie zu führen und selbst auf der Bühne stehen. Für das eine muss er sich und alle anderen Schauspieler praktisch mit den Augen des Publikums sehen, für das andere soll er sich voll in seine Rolle hineindenken. „Das ist schon schwierig“ gibt er zu. Berthold Guth, der Vorsitzende des Theäterles, sitzt noch entspannt im Zuschauerraum, er tritt erst im dritten Akt auf: „Aber die Nervosität kommt schon noch.“ Über Nachwuchsschauspieler und Helfer würde man sich beim Theäterle jederzeit freuen. Interessierte bitte melden, ruft er noch, dann muss auch er hinter die Bühne.

Im Bühnenbild im Bohème-Stil tobt indessen das Leben: Das hoffnungsvolle Aktmodell plagt das Zipperlein, schöne Füße hin oder her. Der Bräutigam in spe trinkt sich die Situation schön. Es hilft alles nichts: Letztendlich finden sich alle männlichen Rollen als Spartakus-Verschnitt wieder: Kompliment, Toga und Lorbeerkranz können nicht viele mit Würde tragen. Aber die Irrungen und Wirrungen werden sich trotzdem in Wohlgefallen auflösen, das Gesetz des Mundart-Schwanks will es so. Und für die Schauspieler ist nach dem Stück ohnehin vor dem Stück: In der Woche nach der Premiere wird bereits über das Stück der nächsten Saison entschieden.

Info: Weitere Vorstellungen von „Hier senn se richtig“ finden an folgenden Tagen jeweils um 20 Uhr statt: Am Freitag 12. Oktober und an den Samstagen 13. und 27. Oktober, am 10., 17. (Benefizveranstaltung für die Olgäle-Stiftung) und 24. November sowie am 12. und 26. Januar. Am 10. November und am 26. Januar finden zusätzlich weitere Aufführungen um 15 Uhr statt. Karten können unter Telefon 535125 und per E-Mail an post@neugereuter-theaeterle.de vorbestellt werden. Weitere Informationen gibt es unter www.neugereuter-theaeterle.de

Wo: Haus St. Monika, Rupert-Mayer-Saal

Neugereut - Dieter Golombek

Artikel vom 29.09.2012

 

Hier senn se richtig

Ensemble vom Neugereuter Theäterle überzeugte

 

Das Stück „Hier senn se richtig“ kam bei den Premierengästen gut an.

 

Gestern fand die Premiere vom Neugereuter Theäterle statt. Mit ihrem neuesten Bühnenstück „Hier senn se richtig“ überraschte das Ensemble auf der Bühne im Rupert-Mayer-Saal (1.OG) Haus St. Monika die Zuschauer. 120 Premierengäste aus Wirtschaft, Kultur, Politik, Sport und Institutionen amüsierten sich herzlich über den schwäbischen Schwank von Marc Camoletti. Die Regie führte Jürgen Massenberg, der auch selbst im Stück mitspielte.

Begrüßt wurden vor der Aufführung die Gäste durch Theaterchef Berthold Guth. Als er dann die Bühne freigab und sich der Vorhang öffnete, brandete Beifall auf. Beifall für die tolle Kulisse. Das Zimmer für die Schauspieler war bis ins kleinste Detail aufgebaut. Bereits da sah man, was für eine Arbeit bereits im Vorfeld durch das Theaterteam geleistet wurde.

 

Über das Bühnenstück möchte ich eigentlich nicht so viel verraten, sonst nehme ich den nächsten Zuschauern die guten Eindrücke vorweg. Eines darf ich aber sagen. Die heitere Handlung in drei Akten, mit ihren witzig inszenierten Situationen, die überzeugende schauspielerische Leistung aller Amateurdarsteller und die vielen genau auf den Punkt gebrachten Pointen begeisterte das Publikum. Es kam aus dem Lachen teilweise gar nicht mehr heraus.

 

Den Machern vom Theäterle kann man zur Aufführung gratulieren. Witz und Ironie waren herrlich und das wurde während der Aufführung und nach Schluss der Veranstaltung mit großem Applaus durch die Zuschauer belohnt.

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© Neugereuter Theäterle. e.V. 01.11.2014